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Erstes Lehrjahr beeindruckt mit Projektergebnissen


Vom Produkt zum Werkzeug. Eine Aufgabe mit einer Vielzahl von Lösungen.
Kreatives Gestalten und Erfinden waren ausdrücklich verlangt.
Fotoalbum mit den Originalbildern zum Download.

Das Thema: Nacherfinden technischer Lösungen
Die Aufgabenstellung: Erfinden und bauen Sie eine Baugruppe mit der es möglich ist, das dargestellte Blech-Profil mit einer Länge von mindestens drei Metern herzustellen. Die Baugruppe muss manuell und in einem normalen Werkbank-Schraubstock (Parallelschraubstock) eingespannt betrieben werden können. Zwei Versuchsblechstreifen aus DC01 weich mit den Abmessungen 0,6 x 50 x 1000 mm stehen zur Verfügung.
Der Zeitrahmen: 22. März bis 24. Mai 2016
Die Teamgröße: Je drei Schülerinnen und/oder Schüler des ersten Lehrjahres der Industriellen Metallberufe: Industrie-, Zerspanungs-, Werkzeug-, Feinwerk-, Fertigungsmechaniker und Maschinen- und Anlagenführer
Der Verlauf: Am 3. Februar 2016 informierten die Klassenlehrer des ersten Lehrjahres die Ausbilder im Rahmen des alljährlichen Ausbildertreffens über das anstehende Projekt mit der Bitte, den Auszubildenden ausschließlich in organisatorischen Fragen Hinweise zu geben. Der Gastgeber des Ausbildertreffens war in diesem Jahr die InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG im Industriepark Kalle-Albert. Das Projekt solle den Erfindergeist und den Spaß am Maschinenbau, der tragenden Fachwissenschaft hinter der Metalltechnik, wecken, erklärten die Klassenlehrer den Ausbildern. Außerdem sei Ziel, ähnlich den Bedingungen eines „Betrieblichen Auftrages“ als Durchführungsvariante der praktischen Abschlussprüfung Teil 2, die Auszubildenden frühzeitig für betriebliche Prozesse zu sensibilisieren. Aufträge, wie eine Fremdfertigung, dürften da ebenfalls vergeben werden. Mit der Ausgabe der Projektunterlagen und dem damit verbundenen Auftrag zur Umsetzung am 22. März 2016 fingen die meisten Schülerinnen und Schüler sofort an, über mögliche technische Lösungen zu debattieren. Die Klassenlehrer bremsten sie zunächst und verwiesen auf die Notwendigkeit, ein solides Projektmanagement zu initiieren. Also mussten die Schülerinnen und Schüler eine Zeitplanung erarbeiten, sich auf ein Rollenverständnis innerhalb der Projektgruppen einigen, Regeln für den Datenverkehr sowie die Datensicherung festlegen und Maßnahmen zum Schaffen von Verbindlichkeit einleiten, wie das Schreiben von To-Do-Listen. Natürlich waren sie von der Sinnhaftigkeit nicht überzeugt. Der Auftrag schien ad hoc und ohne Umwege lösbar. Als die ersten technischen Zeichnungen Gestalt annahmen und die angestrebten Lösungen greifbar wurden, erkannten die ersten Gruppen den wahren Umfang des Projekts. Erfinden erfordert Zeit zum Denken. Eine Maschine, wenn auch nur eine kleine Baugruppe, hat Stellen der Kraftübertragung, der geführten Bewegung von Teilen und erfordert eine genügend hohe Genauigkeit in der Herstellung. Festlegungen auf technischen Zeichnungen unterliegen Standards, damit auch Dritte eindeutig interpretieren können, was sich der Ersteller der Zeichnung ursprünglich gedacht hat. Mit der ersten Baugruppe, die eine Gruppe recht frühzeitig vorstellte, kam eine große Dynamik in die Arbeit der Projektgruppen. Alle waren gespannt, ob die eigene Idee eine ähnliche Produktqualität am Blechstreifen erzeugen würde, wie die vorgestellte. Nach und nach wich die Aufregung der Entspannung. Alle Gruppen fanden eine Lösung, die sie auch herstellen konnten. Zur Abschlusspräsentation in der FES Wiesbaden bestehend aus zwölf Messeständen und zwei Präsentationsebenen erschienen auch die Ausbilder. Die Schülerinnen und Schüler erklärten die Funktionsweisen ihrer Erfindungen. Sie berichteten über Probleme und Schwierigkeiten im Projektverlauf und wie sie diese bewältigt hatten. Sie reflektierten aber auch, was sie alles an Erfahrungen und neuem Wissen aus diesem Projekt mitnehmen können.

Text und Fotos: Th. Scholz

Erstes Lehrjahr stellt Projekte vor


Auszubildende stellen Lehrern, Ausbildern und Kollegen ihre Projekte vor. Am 10. Juli war es wieder soweit: Die Auszubildenden des ersten Lehrjahres der industriellen Metallberufe stellten ihre Ergebnisse eines Projektes vor. Die Aufgabe bestand in der Entwicklung sowie Konstruktion einer Hubvorrichtung, welche nicht mehr als 10kg wiege, selbst aber ein Gewicht von 30kg um 25cm anheben könne. Die Durchführung des Projektes fand in enger Kooperation mit allen beteiligten Ausbildungsbetrieben statt. Insgesamt präsentierten 11 Gruppen aus zwei Klassen voller Stolz ihre fertigen Hubvorrichtungen vor den betreuenden Lehrern Herrn Fuchs, Herrn Hollewedde und Herrn Ries sowie ihren Ausbildern. Besonders erfreulich: Alle 11 Gruppen präsentierten eine funktionsfähige Lösung, was nicht zuletzt daran lag, dass die Auszubildenden Unterstützung in allen 21 Ausbildungsbetrieben des ersten Lehrjahres fanden. An dieser Stelle ein großer Dank an alle beteiligten Betriebe. Es wurde den Auszubildenden nicht nur Arbeitszeit, sondern auch Material sowie fachliche Hilfe zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse waren teils auf sehr unterschiedliche Weise funktionierende Hubvorrichtungen - z.B. mechanische oder hydraulische. Ein großer Dank geht auch an die Auszubildenden, welche das Projekt so gut durchgeführt und uns tolle Lösungen präsentiert haben.

Text und Bilder S. Hollewedde