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„Wir seh`n uns vor Gericht!“
03. April 2019, 11:03
Alter: 77 Tage


VON: JS



Hauptverhandlung in Strafsachen, ein echter Fall



Bild und Text: JS

Das waren die Worte, mit denen Religionslehrer Jürgen Schlegel die Exkursion seiner Elektronikerklasse einleitete. Ziel des Spaziergangs war das nahe gelegene Amtsgericht Wiesbaden, wo die 11BE03 für eine „Hauptverhandlung in Strafsachen“ angemeldet war. Angeklagt war ein junger Erwachsener, der in der JVA Wiesbaden sich der Beleidigung und Nötigung von Justizvollzugsbeamten schuldig gemacht hat. Der spannende Fall hatte mit Blick auf die kriminelle Vorgeschichte des Angeklagten viele verschiedene Facetten. So wundert es nicht, dass sich die Staatsanwältin (drei Jahre auf Bewährung) und der Pflichtverteidiger (Geldstrafe) hinsichtlich Strafmaß nicht einig waren. Das Urteil der Richterin war dann schließlich eine Geldstrafe von 1200 Euro, was die Schüler mehrheitlich angemessen fanden.

Ziel des Gerichtsbesuchs war zu erkennen, wie solche Strafverfahren ablaufen und welche Akteure hier beteiligt sind. Gerade auch für die sieben ehemaligen Flüchtlinge in der Klasse, war dies ein besonderes Erlebnis, haben sie doch zum ersten Mal einen deutschen Gerichtssaal von innen gesehen. Auch das in freiheitlich-demokratischen Ländern übliche Schuldstrafrecht konnten die Schüler live beobachten. So spielt bei der Findung des Strafmaßes nicht nur die Tat eine Rolle, sondern auch die Vorgeschichte des Angeklagten, der ohne Ausbildung und Schulabschluss auf die schiefe Bahn geriet.

Fazit: Der Besuch von Hauptverhandlungen ist für Schüler*innen sehr motivierend, weil sich das auf den ersten Blick spröde wirkende Rechtssystem vor Ort anschaulich und spannend zeigt. Es ist zu allerdings zu empfehlen, rechtzeitig, mindestens jedoch zwei Wochen vor dem beabsichtigten Termin mit dem Amtsgericht Kontakt aufzunehmen. Die Kontaktperson für Schulklassen ist Herr Kuntscher (Tel. 0611 32615-426).








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